Historiker haben herausgefunden: Hitler hatte Unrecht!

Hitlers „Mein Kampf“ wird 2016 neu aufgelegt werden, als kritische Ausgabe versteht sich. „Wir haben mehr als 3.500 Fußnoten geschrieben und Hitler in Hunderten Details widersprochen. Sein Buch steckt voller Unwahrheiten.“

Potz Blitz! Die Historiker um den Münchner Christian Hartmann haben eine Herkulesaufgabe bewältigt und dabei eine bahnbrechende Erkenntnis gewonnen. Als seriöse Wissenschaftler mussten diese also davon ausgehen, dass Hitler ja auch recht gehabt haben könnte, also werden seine Thesen brav überprüft, ob sie denn nicht doch wahr sein könnten.

Doch wir können uns beruhigt zurücklehnen! „Hitler war gar kein Wohltäter“, bemerkt der von der Süddeutschen Zeitung interviewte Hartmann, er habe immerhin 5.000 traumatisierte Kriegsinvaliden aus dem 1. Weltkrieg vergast. Hätte er das nicht getan, wäre er dann vielleicht doch ein Wohltäter? Nein, da gab es ja noch die Sache mit den Juden.

Hatte in dieser Sache Hitler vielleicht Recht? Nein, zum Glück auch hier ein Irrtum. Der tapfere und emsige Hartmann hatte eine „gewaltige Freude“ daran, Hitler widerlegen zu können und so widerlegt er freudig Hitlers Antisemitismus. Der habe ja nur Stammtischniveau. Natürlich hätte es viele Juden als Journalisten und Verleger gegeben, „aber nicht annähernd in dem Grad, den Hitler unterstellt. Außerdem waren sie politisch ganz unterschiedlich eingestellt. Es gab sogar sehr national denkende Juden.“ Na denn, wenn die Juden damals doch nicht so einen großen Einfluss hatten, wie kolportiert und wohl wider aller Vermutung doch nicht alle Bolschewisten und Novemberverbrecher waren, dann muss sich Hitler und das deutsche Volk wohl geirrt haben.

Hitler war bekanntlich kein Historiker, die übergroße Mehrheit der deutschen Bevölkerung auch nicht, und da „Mein Kampf“ nur ohne Fußnoten zu haben war, wollte die deutsche Volksgemeinschaft lieber auf Nummer sicher gehen, hat also nicht so genau in den Redaktionen und in den Vorständen der Parteien, die dem „Schandfrieden von Versailles“ zugestimmt hatten, nachgezählt. Hitler ist lieber Politiker als Wissenschaftler geworden, das deutsche Volk hat sich lieber zum 1.000-jährigen Reich konstituiert, als später möglicherweise als Judenknecht dazustehen.

Man darf gespannt sein, wie viele Nazis sich jetzt die kommentierte Ausgabe von „Mein Kampf“ kaufen, um zur Erkenntnis gelangen, Hitler ist widerlegt, also lassen wir unsere Hetze gegen Ausländer, Juden und Unangepasste und werden brave Demokraten!

Ob für die Länder, in denen „Mein Kampf“ heute ein Bestseller ist, also für Ägypten, für den Libanon, für die palästinensischen Autonomiegebiete usw. eine Übersetzung der bahnbrechenden Untersuchung in Angriff genommen wird, um die dortige Bevölkerung vor großen Irrtümern zu bewahren, man darf gespannt sein.  Und auch ob das nächste Projekt der Münchner Historiker die kritische Ausgabe der „Protokolle der Weisen von Zion“ sein wird, man wird abwarten müssen.

Der moderne Antizionist und Israelkritiker hat ja bekanntlich nichts gegen Juden, im Gegenteil er weiß unter seinen Freunden auch immer Juden und lässt sich daher auch von der Schrift „Mein Kampf“ ohne Fußnoten nicht beirren. Trotzdem wird er zufrieden sein können, denn unsere Forscher haben Hitler widerlegt, die Shoah beruhte folglich auf einem großen Irrtum und so müssen sie heute Israel vor großen Irrtümern bewahren – aus der Geschichte wird gelernt!

Israel ist eine Gefahr für den Weltfrieden, Israel ist der tatsächliche Wiedergänger des Faschismus, ein Apartheidstaat und ein völkermordender Staat – alles nur weil Israel sich einbildet, mit einer Welt voller Antisemiten konfrontiert zu sein. Dank der großartigen Leistung der deutschen Geschichtswissenschaft werden diese jedoch immer weniger, bald von ihren Irrtümern befreit sein und zukünftig Israel nur noch kritiseren wollen – oder wollt ihr, dass wir uns wieder irren werden?

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